Ganz schön mühsam: Der Alltag in der funktionellen Medizin
Immer mehr Ärzte und Therapeuten wenden sich der funktionellen Medizin zu und “verschreiben” ihren Patienten bzw. Klienten Nahrungsergänzungsmittel (NEMs).
Der Grund dafür ist einfach:
Defizite bei Vitaminen, Mineralstoffen oder auch Aminosäuren sind heute weit verbreitet und wenn diese Defizite gezielt adressiert werden, kann das den Heilungsverlauf sehr stark beeinflussen. In vielen Fällen lassen sich so sogar chronische Erkrankungen heilen, ohne dass der Einsatz von Medikamenten noch erforderlich wäre.
Eine tolle Sache also!
Nur gibt es da einen Haken:
Möchte man als Therapeut bei seinen Patienten bzw. Klienten, deren Defizite im Bereich von Nährstoffen sauber adressieren, hat man es schnell mit 20 oder auch 30 und mehr Produkten zu tun.
Ein Beispiel verdeutlicht dies:
Für ein ordentliches Basis-Protokoll fokussiert man sich zuerst auf notwendige Makronährstoffe. Hierzu braucht man in der Regel 5-7 verschiedene Fettsäuren und Phospholipide. Dazu gesellen sich mehrere Produkte mit Proteinen, Aminosäuren und Nukleotiden. Erst danach kümmert man sich um die Mikronährstoffversorgung von wichtigen Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen. Gerade am Anfang einer Therapie gilt es, Nährstoff-Defizite gezielt aufzufüllen.Dafür kommen dann noch zusätzliche Produkte hinzu. Wer diese Vorgehensweise bereits nutzt, weiss, wovon ich hier rede.
Wie soll man da ein sauberes Protokoll erstellen?
Dazu kommt, dass man nicht einfach nur ins Blaue hinein Einnahmeempfehlungen geben wird, sondern diese in der Regel auf Messwerten (funktionellen Biomarkern) basieren. Messwerte ist heute aber ein dehnbarer Begriff, denn neben der klassischen Blutanalyse im Labor stehen dem funktionellen Mediziner ein Vielzahl weiterer Messverfahren zur Verfügung, wie etwa die Laser-Spektroskopie (wie ich sie auch im Rahmen meines Präventions-Check regelmäßig einsetze).
All diese unterschiedlichen Werte sollten möglichst irgendwo notiert werden, idealerweise so, dass sich damit Zeitreihen bilden lassen, um im Zeitablauf auf einen Blick sehen zu können, wie sich die Situation beim Patienten bzw. Klienten entwickelt.
Wie sieht mein Alltag in der Epigenetik-Praxis bisher aus?
Ich starte immer mit einer umfangreichen, epigenetischen Anamnese, bei der auch der betroffene Klient ausführlich zu Wort kommt. Dazu kommt meistens der Präventions-Check, so dass ich bestimmte Defizite und Handlungsfelder sofort sehen kann. Bis zu diesem Punkt vergehen nicht selten schon 1,5 Stunden!
Dann erstelle ich ein erstes Protokoll, meistens von Hand auf einem Blatt Papier. Hierbei kommen leicht schon 10 bis 15 Produkte zusammen und die Klienten sind nicht selten ziemlich erstaunt, was sie da alles einnehmen sollen!
Vieles davon kann ich über aus meinem Longevity-Shop direkt dem Klienten mitgeben. Aber natürlich muss das auch abgerechnet werden, so dass ich jedes Produkt im Kassensystem bzw. Buchungsprogramm des Shops erneut eingeben muss.
Dann zeigt sich schnell, dass dieses erste Protokoll für die Klienten nicht optimal aufgebaut ist, denn diese wollen am liebsten eine schöne Übersicht, was sie morgens, mittags und abends einnehmen müssen. Das aber gibt mein Zettel nicht her, denn ich orientiere mich natürlich nicht an Tageszeiten, sondern an Erkrankungen und Messwerten!
Noch komplizierter wird es, wenn die Klienten bereits Produkte einnehmen. Oft sind das nicht nur Medikamente, sondern auch schon Nahrungsergänzungsmittel. Ich muss also mein Protokoll dahingehend anpassen, dass nicht unnötige Doppelungen auftreten bzw. einzelne Wirkstoffe zu hoch dosiert werden. Damit bin ich leicht eine weitere halbe Stunde beschäftigt.
Und nun werden diese Protokolle im Zeitablauf natürlich komplexer:
Es kommen die Ergebnisse aus Laboruntersuchungen (Blut- oder auch DNA-Tests) dazu, die jetzt auch berücksichtigt werden müssen.
Bei chronisch kranken Menschen können so am Ende leicht 30 bis 35 einzelne Nährstoffe zusammenkommen.
Die Regel sind: 5 bis 6 in der Öl-Kategorie, 4 bis 5 bei den Proteinen Aminosäuren, 5 bis 7 bei Nährstoffdefiziten usw. Dazu kommen die Basics wie Vitamin D. Erst dann werden weitere Nährstoffe mit therapeutischer Wirkung eingesetzt. Ein Beispiel zu dieser Vorgehensweise dazu zeigt mein Longevity-Protokoll, welches den groben Rahmen abbildet.
Bei drei bis vier Klienten pro Tag bin ich damit schon vollkommen ausgelastet. Denn neben den Protokollen mache ich für jeden Klienten auch noch umfangreiche Notizen (in meinem Programm zur Textverarbeitung, üblicherweise Google Docs) und trage dort auch alle Labor- bzw. die anderen Messwerte ein.
Geht das auch einfacher?
In Zukunft wird die Software von EVER sowohl Therapeuten als auch Patienten unterstützen. Als Therapeut werde ich EVER am Desktop-Rechner nutzen, und kann dort Messwerte direkt eingeben und darauf aufbauend das Protokoll erstellen.
Die Übersicht behalten bei komplexen Nährstoff-Protokollen
Moderne Therapeuten der funktionellen Medizin nutzen zum Teil mehr als 10-15 verschiedene Nährstoff-Produkte. Mit EVER behält man Übersicht und spart Zeit bei der Erstellung und Verwaltung dieser Protokolle.
Für einzelne Bereiche, etwa bestimmte Krankheitsbilder, wird EVER schon Protokoll-Vorschläge in ihrer Datenbank haben. Das beschleunigt den Prozess erheblich, weil damit ein Grundgerüst schon vorgegeben ist und dieses nur noch individuell angepasst werden muss.
So wird schon im Gespräch mit dem Klienten ein erstes, fertiges Protokoll erstellt.
Davon gibt es dann auch eine klientenfreundliche Version, die von EVER automatisch erstellt wird. Der Klient sieht damit auf einen Blick, was er morgens, mittags oder abends einnehmen muss. Und er kann dazu auch die App von EVER auf seinem Smartphone nutzen und sich an die Einnahme erinnern lassen! Er muss sich nur die App auf sein Gerät laden, sich registrieren und einloggen.
Das erspart mir als Therapeut hoffentlich einiges an Rückfragen!
Zusätzlich wird auch mein Longevity-Shop integriert sein, so dass die Klienten dort Produkte bestellen können. Der jeweilige Therapeut kann sich im Shop selbst auch anmelden bzw. registrieren, so dass er auf die Bestellung seiner Patienten bzw. Klienten anteilig die entsprechende Handelsmarge erhalten wird.
Alles andere als mühsam: EVER macht uns das Leben leichter
Insgesamt wird EVER uns Therapeuten eine Menge Zeit sparen, die Erstellung von Nährstoff-Protokollen vereinfachen und auch Messwerte aus unterschiedlichen Quellen an einem Ort übersichtlich aufnehmen. Damit gewinnen wir nicht zuletzt auch mehr Transparenz und machen weniger Fehler.
Bist du selbst Therapeut der funktionellen Medizin und nutzt eine ähnliche Vorgehensweise? Jetzt ist die Zeit auch für Feedback und Feature-Ideen!
Ab April wird es bereits für Therapeuten eine erste Test-Version geben und du kannst dich für die Early-Access Version bereits hier registrieren.
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